Geschichte

Trotz der späten Erwähnung im Jahre 1420 deutet die Ortsnamenendung '-wurden' auf eine schon vor der Eindeichung bestehende Wurtensiedlung hin, die vermutlich seit dem 12./13. Jahrhundert ein eigenes Kirchspiel bildete. Die Gerichtshoheit wechselte mehrfach: Nachdem bis 1852 das Amt Himmelpforten zuständig war, ging sie zunächst auf das Amt Osten, 1885 auf den Kreis Neuhaus an der Oste und 1932 auf den Kreis Stade über. 

Das Siedlungsbild ist zum großen Teil durch weit verstreute Marschhöfe gekennzeichnet. Die Bebauung verdichtet sich lediglich in dem Straßendorf Großenwörden, dessen Hauptstraße von vielfältigen Haustypen des 19. und 20. Jahrhunderts gesäumt wird.

Wappen



Das Gemeindewappen, im Frühjahr 2001 von dem Bremer Heraldiker Horst Scheffler gestaltet, zeigt auf wiesengrünem Grund das ortstypische Niedersachsenhaus mit roter Ausfachung und weißem Fachwerk sowie einen silbernen Wellenbogen, der den Großenwördener Ostebogen symbolisiert. Ein Erlenzweig weist auf die Erlenbestände hin, die in Großenwörden die Entwässerungsgräben säumen.

Kirche 



Neben imposanten Fachwerkhäusern - die unter anderem den
Großenwördener Hof und die 1901 gegründete Deckstation des Niedersächsischen Landgestüts Celle beherbergen - setzt die evangelische Kirche den markantesten architektonischen Akzent. Der pfannengedeckte Fachwerkbau aus dem Jahre 1636 mit seinem quadratischen Holzturm, einem Kanzelaltar aus dem Jahre 1704 und einem Kronleuchter aus dem Jahre 1667 steht in einem alten Kirchhof mit gut erhaltenen, Jahrhunderte alten Grabsteinen. 


 

 

Würdige Herren bei einer Glockenweihe in Großenwörden: Johannes Kröncke, Großenwörden, Fritz Jungclaus, Neuland, Heinrich Kröncke, Neuland, Pastor Pape, Friedrich Einstmann, Heinrich Umland, Am See, Gustav Schlichting, Im Strich (v. l. n. r.), Jahr unbekannt